Mori Ōgai im Licht der Gegenwart
Folgen 31–36 des Feature in der Tageszeitung Mainichi (Okt. 2021–März 2022)
Der Schriftsteller Ikezawa Natsuki merkt in der 31. Folge der Reihe Mori Ōgai im Licht der Gegenwart an, in der Literaturgeschichte zeichne sich nachträglich häufig ab, dass zwei große Gestalten für eine Epoche maßgeblich gewesen seien. Diesen Status erreichten sie nicht nur durch die Größe ihrer Leserschaft, sondern vor allem durch ihren Einfluss auf künftige Generationen von Schreibenden. Für die moderne japanische Literatur, so Ikezawa, sind diese zwei Größen Mori Ōgai und Natsume Sōseki, die er in seinem Beitrag einander gegenüberstellt.
In Mori sieht der Schriftsteller in erster Linie einen Aufklärer, der durch die Vielfalt und Neuartigkeit seiner Texte sowie durch seine geschickt gewählten und brillant ausgeführten Übersetzungen ausländischer Literatur gewirkt habe. So findet sich unter seinen Werken ganz unterschiedliche Prosa: darunter sind autobiographische oder auch naturalistische Erzählungen, Beschreibungen des einfachen Volkes, aber auch historische Biographien. Ebenso führten seine Übersetzungen, beispielsweise die experimentelle Übertragung verschiedener Gedichte in Omokage (Visionen, 1889) oder das Langzeit-Projekt Der Improvisator von Andersen (1901 vollendet als Sokkyō shijin) zu Neuerungen der japanischen Sprache und Literatur. Als besonders aufregend für Moris Zeitgenossen hebt er eine Sammlung übersetzter Kurzgeschichten vor: Erzählungen aus verschiedenen Ländern (Shokoku monogatari, 1915).
Dagegen beschreibt er Natsume Sōseki als jemanden, der zwar nicht diese Vielfalt unterschiedlicher Texte aufzuweisen habe, dafür jedoch die Möglichkeiten des modernen Romans auslotete. Dabei sei er immer auf der Suche nach einem Thema gewesen, das ihn reizte, und das er schließlich in der Dreiecksbeziehung – als einem Grundprinzip menschlicher Beziehungen der Moderne – gefunden habe. Sōsekis komplizierte Plots und Figurenkonstellationen sowie seine Experimentierfreudigkeit, die dennoch in klassischer Literatur verwurzelt sei, zeichne ihn gegenüber Mori aus. Gemeinsam bildeten sie bis heute tragende Säulen der modernen japanischen Literatur.
Gleichfalls mit Übersetzungen befasst ist der Beitrag von Matsunaga Miho, selbst eine Übersetzerin deutscher Gegenwartsliteratur. Sie ist beeindruckt von der Geschwindigkeit und dem Niveau seiner Arbeit, aber auch von der Verschiedenartigkeit seiner Quellen – so sind darunter Texte aus England, Frankreich, Russland, Italien, Dänemark und Norwegen, die Mori jeweils in deutscher Sprache rezipierte. Den Schwerpunkt ihres Aufsatzes legt Matsunaga auf die Faust-Übersetzung, die er während einer beruflich sehr eingespannten Phase als Generaloberstabsarzt und Leiter der Medizinalabteilung des Heeresministeriums in kurzer Zeit fertigstellte. In nur sechs Monaten übersetzte er ein Werk, das in der Iwanami-Gesamtausgabe 870 Seiten (oder mehr als 12.000 Zeilen) umfasst.
Obwohl inzwischen über zwanzig verschiedene Faust-Versionen in japanischer Sprache existieren, hält Matsunaga fest, dass Moris Übersetzung nichts an Brillanz verloren habe: Die Dialoge seien lebendig und mit einem Bewusstsein für die Bühnen gestaltet; der Text sei frei von unnötigen Worten. Dennoch gab es gerade für dieses Werk heftige Kritik von Zeitgenossen, beispielsweise von Gunji Mukō, einem Professor der Keiō-Universität. Mori reagierte in zwei Aufsätzen: Eine mühelose Arbeit (Fukushindan, 1913) und Der übersetzte Faust (Yakuhon Fausuto ni tsuite, 1913). Er beschreibt seine Übersetzungsmethode, dankt für Hinweise auf Fehler und korrigiert vermeintliche Verbesserungen. Eine Passage aus der Mühelosen Arbeit spende der Autorin des Beitrags in ihrer eigenen Arbeit Trost:
Kein Werk aus Menschenhand ist fehlerlos. Kein Buch ist ohne Irrtümer, keine Übersetzung ohne Makel. Es gibt sie immer. Es gilt lediglich, sie nach Kräften auszumerzen.
Natsukawa Sōsuke, der mit Mori die Doppelrolle als Schriftsteller und Mediziner teilt, berichtet von einer ihn prägenden Erzählung. Der Takase-Kahn (Takase-bune, 1916), eine Geschichte, die unter anderem das Thema Euthanasie behandelt, wurde ihm im Vorbereitungskurs für die Aufnahmeprüfung zum Studium der Medizin empfohlen und begleite ihn bis heute.
Zusätzlich zu den aktuellen Inhalten vieler Texte fühlt sich Natsukawa auch von Moris Stil angezogen, den er als „präzise, scharf, manchmal anmutig“ beschreibt und der die Besonderheit habe, neben einer Empathie für die Figuren immer auch Distanz zu wahren, wie es für praktizierende Mediziner:innen ebenfalls notwendig sei. Mori sammle „Trauer und Frustration seiner Figuren in einem transparenten Becherglas“ und präsentiere sie „wie einen Fallbericht in einer wissenschaftlichen Tagung“. Das solle nicht bedeuten, dass Moris Stil trocken wirke: Gerade die Mischung aus Einfühlung, Humor, Ironie, Stolz und wissenschaftlicher Argumentation mache, so Natsukawa, die Texte so reizvoll. Eine weitere Einsicht zur Übereinstimmung des Arztberufs und Moris Art zu schreiben sieht er in der Unerschütterlichkeit, mit der er schwierige Themen angeht:
Während er immer präzise beschreibt und Distanz zu seinem Gegenstand wahrt, legt Ōgai gelegentlich den Stift nieder und überlässt es der Leserschaft, die eigentlichen Schlussfolgerungen zu ziehen. Vom Standpunkt der Leser:innen, die verstehen und zustimmen wollen, birgt das eine gewisse Schwierigkeit. Wer jedoch einige Zeit im Arztberuf tätig ist, dem leuchtet ein, dass das Leben aus Elementen besteht, die weit davon entfernt sind, zufriedenstellend oder verständlich zu sein. […] Woran man würdevolles Sterben festmacht, das Für und Wider einer lebensverlängernden Behandlung, wann es Zeit ist, Krebsmedikamente abzusetzen, ja sogar die medizinische Versorgung einer Corona-Erkrankung – auf all das gibt es keine korrekte Antwort, und es ist unmöglich, hier nur in Schwarz und Weiß zu malen. Anstatt etwas Unmögliches aufzugeben, bedeutet in der Medizin tätig zu sein wohl, sich im Wissen dieser Unmöglichkeit weiterhin damit auseinanderzusetzen.
Kamiyama Akira ist Theaterwissenschaftler, dessen Schwerpunkt auf dem Edo-zeitlichen Kabuki-Theater und dem im 20. Jahrhundert entstandenen Shingeki liegt. Kabuki, die „Kunst des Singens und Tanzens“, ist eine aufführungszentrierte, auch akrobatische Theaterform, in der farbenfrohe Schminke und Kostüme tragende Elemente sind. Shingeki, das als „Neues Theater“ übersetzt werden kann, ist eine Aufführungsform nach europäischem Vorbild. Angesichts Moris oft als schwer zugänglich beschriebenen eigenen dramatischen Werken und Texten über das Theater beleuchtet Kamiyama dessen Erfahrungen mit der zeitgenössischen japanischen Aufführungspraxis.
Diese Arbeiten seien leichter zu verstehen, wenn man sich vor Augen hielte, dass Moris Theatererleben stark von der Edo-zeitlichen Kabuki-Praxis geprägt gewesen sei, in der es keine Trennung zwischen „Literatur“, „Kunst“ und „Theater“ gab und ein weitgefasster Begriff von „Unterhaltung“ im Vordergrund stand. Mori und seine Familie besuchten solche Aufführungen häufig, wenngleich es dazu nur wenige Aufzeichnungen gibt. Einen besonderen Gefährten für dieses Interesse fand Mori in seinem Bruder Mori Tokujirō, der ebenso Mediziner war, aber unter dem Namen Miki Takeji auch publizierte. Er gilt als Begründer der modernen Theaterkritik und rief die Zeitschrift Kabuki ins Leben, dessen erster Chefredakteur er wurde.
Gemeinsam arbeiteten die Brüder an vielfältigen Theaterprojekten, beispielsweise an einer Bühnenadaption von Calderóns El alcalde de Zalamea (Shirabe wa takashi gitarura no hitofushi, 1889). Auch Tokujirōs Ehefrau, Mori Hisako, gehörte – zusammen mit Okada Yachiyo und Hasegawa Shigure – zu den ersten weiblichen Theaterkritikerinnen.
Mori schätzte traditionelle Theater- und Schauspielkunst. Er gab die Erlaubnis, die Hauptrolle in der Uraufführung von Faust (1913) dem Shingeki-Schaupspieler Kamiyama Sōjin zu übertragen, obwohl der in seinem Heimatdialekt sprach. Das zeuge, so Kamiyama, von Moris Bewusstsein dafür, dass der Reiz einer Aufführung sich nicht allein aus dem Text ergebe, sondern in dem Unvorhersehbaren liege, das auf der Bühne entsteht.
Kitamura Kaoru, ein bekannter Autor insbesondere von Kriminalliteratur, beschäftigt sich mit Äußerungen späterer Schriftsteller zu Mori und seinen Übersetzungen. Dabei spielen vor allem die zwei Anthologien Zehn Menschen, zehn Geschichten (Jūnin jūwa, 1913) und Erzählungen aus verschiedenen Ländern (Shokoku monogatari, 1915) eine Rolle.
Am deutlichsten unter den Zitierten wird Dazai Osamu in seiner Erzählung Ein Frauenzweikampf (Onna no kettō, 1940), die nicht nur auf einer von Mori übersetzten Geschichte basiert (nämlich Herbert Eulenbergs Ein Frauenzweikampf, 1910), sondern gleich zu Beginn auch ausführlich Moris Gesamtwerk lobt und den Band, der die obigen übersetzten Kurzgeschichten enthält, empfiehlt:
Allein dieser 16. Band gleicht einer Schatztruhe, mit all diesen verschiedenen Meisterwerken. Wer ihn also noch nicht gelesen hat, möge sich schnell in eine Buchhandlung begeben und ihn kaufen. Wer ihn schon gelesen hat, möge ihn noch einmal lesen. Wer ihn zweimal gelesen hat, ein drittes Mal. [Und] wer ihn nicht kaufen will, möge ihn leihen […]
Da Dazai Osamu heute noch häufig gelesen wird, vermutet Kitamura, dass junge Menschen über ihn Zugang zu Mori erhalten. Daneben führt der Autor auch andere Größen der modernen japanische Literatur an: So schrieb Satō Haruo in einem Aufsatz rückblickend von einem Gespräch mit Akutagawa Ryūnosuke zum Thema „Kriminalromane“. Darin hob Satō Moris Übersetzung Kanteinin (Der Experte, 1915) hervor (Original von Paul Bourget: L’expert, 1908). Akutagawa erwähnte ebenfalls eine Übersetzung Moris: Chichi no ada (Vaters Rache, 1914), im Original von Aage Madelung (Fyrstinde Monguschko, 1913). Kitamura ergänzt, dass beide Werke eine zeitlose Anziehungskraft haben – und so modern seien, dass er sich Chichi no ada gut als Adaption im Action-Manga Golgo 13 vorstellen könne. Auch an anderer Stelle erwähnten Satō Haruo und Akutagawa Ryūnosuke die übersetzten Erzählungen, empfehlen sie jungen Schreibenden und bezeichnen sie als „Nährstoff der japanischen Literatur“ (Nihon bungaku no eiyōso).
Wie Natsukawa Sōsuke (Folge 33) ist auch Kaidō Takeru sowohl Arzt als auch Romancier. Dieser letzte Beitrag des dritten Jahres von Mori Ōgai im Licht der Gegenwart ist wohl der kritischste der Serie; er beschäftigt sich mit zwei Fällen, in denen, so vermutet Natsukawa, der verletzte Stolz des Mediziners ihn daran gehindert habe, seinen wissenschaftlichen und persönlichen Prinzipien treu zu bleiben: Die Rede ist von seinem Verhältnis zu Kitasato Shibasaburō und Moris Verhalten in der Beriberi-Debatte.
Kitasato, der heute als „Vater der Bakteriologie“ in Japan gilt, traf im Jahr 1875 zum ersten Mal auf Mori, als beide in Tokyo Medizin studierten. Der neun Jahre jüngere Mori, dessen Studium jedoch weiter fortgeschritten war, wurde von Kitasato öffentlich gehänselt (als, in etwa, „Milchbubi“). In Berlin trafen beide erneut aufeinander, wo der gemeinsame Dozent Robert Koch Kitasato anwies, Mori in die Bakteriologie einzuführen. Kurze Zeit darauf wurde Kitasato unfreiwillig nach München versetzt – und hat in späteren Jahren angegeben, dass sein Kommilitone dafür mitverantwortlich gewesen sei. Auch zurück in Japan trugen die beiden Wissenschaftler öffentlich fachliche und persönliche Konflikte miteinander aus. Kaidō schreibt, dass Mori verschiedentlich öffentlich Meinungsverschiedenheiten austrug, Kitasato jedoch die einzige Person gewesen sei, die von Mori Zeit dessen Lebens angegriffen wurde.
Eine grundlegende Meinungsverschiedenheit zwischen den beiden Wissenschaftlern bestand in der Frage, was Auslöser der Beriberi-Krankheit sei. Heute weiß man, dass sie auf einen Mangel an Vitamin B1 zurückgeht. Die Existenz von Vitaminen war zu Moris Lebzeiten jedoch noch nicht bekannt, und es bestanden verschiedene Ansätze, die Beriberi zu erklären suchten. Wie ein Großteil der westlichen Wissenschaft ging auch Mori davon aus, dass es sich um eine Infektionskrankheit handeln müsse und hielt daher an der Verpflegung des ihm unterstellten Heeres fest. Diese bestand zum größten Teil aus geschältem Reis, der als schmackhaft und nahrhaft galt, jedoch kein Vitamin B1 enthält. In der Marine, die – nach einem erfolgreichen Experiment durch den verantwortlichen Mediziner Takaki Kanehiro – mit einer Mischdiät und Getreide versorgt wurde, trat die Mangelerscheinung kaum auf. Takaki führte die Ursache von Beriberi jedoch auf ein Ungleichgewicht im Verhältnis von Kohlenhydraten zu Proteinen zurück. Mori war überzeugt, dass dieser Erklärungsversuch falsch sei, und nahm auch später Ernährungsansätze nicht als Theorien zur Ursache der Beriberi-Erkrankung in sein einflussreiches Neues Kompendium der Hygiene auf.
Zitierhinweis - Nora Bartels: “Mori Ōgai im Licht der Gegenwart. Folgen 31–36 des Feature der Tageszeitung Mainichi (Oktober 2021 – März 2022)”, Digitales Ogai Portal, hg. v. Harald Salomon. Mori-Ōgai-Gedenkstätte der Humboldt-Universität zu Berlin. 12. Februar 2026. https://www.ogai.hu-berlin.de/bildung-mainichi_6.html
Übersicht der Artikel Oktober 2021 – März 2022
(31) Ikezawa Natsuki 池澤夏樹 [Schriftstellerin]
“Sōseki to tomo ni kindai shōsetsu mosaku: Nihon bungaku o sasaeru hashira” 漱石と共に近代小説模索:日本文学を支える柱 (Mit Sōseki auf der Suche nach dem modernen Roman: Stützende Pfeiler der japanischen Literatur), Mainichi shinbun 毎日新聞 (Mainichi-Tageszeitung), 10. Oktober 2021.
Behandelte Werke: Erzählungen aus verschiedenen Ländern (Shokoku monogatari, 1915).
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(32) Matsunaga Miho 松永美穂 [Übersetzerin]
“Imanao furubizu, hyōgen ni kagayaki: Tasū no hon’yaku sakuhin” 今なお古びず、表現に輝き:多数の翻訳作品 (Unverblasster Glanz der Ausdrucks[kraft]: Die Vielzahl übersetzter Werke), Mainichi shinbun 毎日新聞 (Mainichi-Tageszeitung), 14. November 2021.
Behandelte Werke: Faust (Fuausuto, 1913).
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(33) Natsukawa Sōsuke 夏川草介 [Schriftsteller, Arzt]
“Sukete mieru gun’i no yokogao: Tsuranuita igyō to no ryōritsu” 透けて見える軍医の横顔:貫いた医業との両立 (Der durchscheinende Militärarzt: In Übereinstimmung mit der medizinischen Praxis), Mainichi shinbun 毎日新聞 (Mainichi-Tageszeitung), 12. Dezember 2021.
Behandelte Werke: Der Takase-Kahn (Takasebune, 1916).
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(34) Kamiyama Akira 神山彰 [Theaterwissenschaftler]
“Edo to tsunagaru yūgi kankaku: Ima to chigau engeki no tsūnen” 江戸と繋がる遊戯感覚:今と違う演劇の通念 (Unterhaltungsvorstellungen die mit Edo verbinden: Unterschiedliche Auffassungen von Theater damals und heute), Mainichi shinbun 毎日新聞 (Mainichi-Tageszeitung), 9. Januar 2022.
Behandelte Werke: Zeitschrift Kabuki (Kabuki, 1910–1915).
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(35) Kitamura Kaoru 北村薫 [Schriftsteller]
“Toki o hete miryoku iroasezu: Kaigai no tanpen shōsetsu no hon’yaku” 時を経て魅力色あせず:海外の短編小説の翻訳 (Zeitlose Anziehungskraft: Die Übersetzungen ausländischer Kurzgeschichten), Mainichi shinbun 毎日新聞 (Mainichi-Tageszeitung), 13. Februar 2022.
Behandelte Werke: Ein Frauenzweikampf (Onna no kettō, 1911).
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(36) Kaidō Takeru 海堂尊 [Arzt, Schriftsteller]
“Kitasato Shibasaburō to no kakushitsu: Eisei gakusha toshite” 北里柴三郎との確執:衞生学者として (Fehde mit Kitasato Shibasaburō: [Ōgai als] Hygienewissenschaftler), Mainichi shinbun 毎日新聞 (Mainichi-Tageszeitung), 13. März 2022.