Mori Ōgai im Licht der Gegenwart

Folgen 25–30 des Feature in der Tageszeitung Mainichi (April 2021–Sep 2021)

© Mori-Ōgai-Gedenkmuseum, Tokyo, und Mainichi shinbun

 

Der Schriftsteller Kurokawa Sō kommt in seinem Beitrag vom April 2021 zu einem ungewöhnlichen Schluss::

Je mehr man über Ōgai erfährt, desto mehr wird man einer rätselhaften Dualität gewahr, und auch der darin enthaltene Hauch des Bösen ist Teil seiner Anziehungskraft.

Kurokawa Sō, Mainichi shinbun 11. 04. 2021, Übers. Nora Bartels

Wie ist dieser „Hauch des Bösen“ zu verstehen? Kurokawa bezieht sich auf Moris Einstellung zur Hygiene, seine Liebesbeziehungen und genauer auf eine Aussage der Tochter Annu.

In Deutschland forschte der junge Militärarzt bei wissenschaftlichen Koryphäen wie Pettenkofer und Koch zur öffentlichen Gesundheitsvorsorge. Im Gegensatz zur Arbeit in der beschaulichen Nachbarschaftspraxis seines Vaters lag der Fokus dabei auf Infektionskrankheiten und Epidemien – eine entsprechend große Rolle spielten Sauberkeit, Zustand von Wasser und Abwasser, Belüftung und das Vermeiden von Krankheitserregern. Möglicherweise auch weil sein zweiter Sohn Fritz mit nur einem halben Jahr an Keuchhusten verstarb, legte Mori im Privaten großen Wert auf Hygiene. Seine Tochter Annu berichtet:

Wir benutzten wirklich viele Papiertücher. Die Tür der Toilette öffneten und schlossen wir mit jeweils einem neuen Tuch, und mit großem Geschick berührten wir nie, auch nicht kurz, etwas in unserer Umgebung direkt.

Mori Anne: "Geschichten, die ich von meiner Mutter gehört habe" ("Haha kara kiita hanashi") aus Vater an seinem Lebensabend (Ban’nen no chichi), 1936, S. 225. Übers. Nora Bartels

Im Zusammenhang mit Fragen der Hygiene weist Annu darauf hin, dass ihr Vater die Neigung besessen habe, „Frauen als Maschinen zu betrachten“. Während ihr Text nicht ausführt, was darunter zu verstehen sei, sucht Kurokawa Sō die Aussage zu deuten, indem er anmerkt, dass Mori im Jahr 1900 einen Text aus dem Deutschen übersetzt habe, der das staatlich verwaltete Prostitutionssystem in Madrid beschreibt (publiziert in der Zeitschrift Kōshū iji, d.h. Öffentliches Gesundheitswesen). Durch die Entsendung von 1.000 japanischen Soldaten im selben Jahr nach Tianjin und Peking zur Niederschlagung des Boxeraufstands, mit der die Sorge nach zu erwartenden Geschlechtskrankheiten innerhalb der Armee verbunden war, hatte ein solcher Aufsatz besondere Bedeutung. Als weiteres Argument fügt er an, dass der Schriftsteller zwischen seinen zwei Ehen über zehn Jahre eine „heimliche Geliebte“ (kakushi zuma) in der Nähe seines Wohnsitzes besucht habe, über die es jedoch keine Aufzeichnungen gebe. Kurokawa stellt schließlich fest, dass die Eigenschaft, „Frauen als Maschinen zu betrachten“, durch Moris Image als guter Familienvater verdeckt geblieben sei. Er vermutet, dass auch ein heimliches Bedauern darüber, seine erste Liebe in Deutschland verloren zu haben, ein Grund für ein problematisches Frauenbild gewesen sein könnte.

Während in Deutschland vor allem die Goethe- oder Rilke-Übersetzungen wahrgenommen werden, ist Moris erfolgreichste Übertragung in Japan die des Romans Der Improvisator (Improvisatoren, 1830), wie die Schriftstellerin Mori Mayumi in ihrem Beitrag erläutert. Er stammt von Hans Christian Andersen, der in der umfangreichen Erzählung aus seiner Reise-Zeit in Italien schöpft. Sie spielt in den 1830er Jahren und ist als Autobiographie des italienischen Waisenkindes Antonio geschrieben, das nach schweren Schicksalsschlägen und glücklichen Fügungen schließlich als Schriftsteller reüssiert.

Mori Ōgai las die deutsche Fassung des Romans während seiner Zeit in Europa (1884–88) und arbeitete, zurück in seinem Heimatland, über 9 Jahre an einer japanischen Version mit dem Titel Sokkyō shijin, die er 1901 fertigstellte.

Während Der Improvisator in der weltweiten Andersen-Rezeption eine untergeordnete Rolle spielt, erfreut er sich in Japan nach wie vor großer Popularität. Als Erklärung dafür wird oft die gelungene sprachliche Umsetzung der Übersetzung angesehen. Mori Mayumi hebt den „gut durchdachten, schönen klassisch-japanischen Stil“ (bungo-tai) hervor, in dem fremde Inhalte japanischen Lesern durch behutsame kulturelle Übertragung geschickt nahegebracht werden. Einen weiteren Grund für den Erfolg sieht sie in der turbulenten und romantischen Handlung des Romans, jedoch auch in den ausführlichen Landschaftsbeschreibungen, die lebhafte Einblicke in das Italien des 19. Jahrhunderts geben.

Zusammen mit dem Maler Anno Mitsumasa (1926–2020), der wie Mori Ōgai aus der Stadt Tsuwano stammte und ein großer Freund des Romans war, ist die Autorin des Beitrags mehrfach „auf den Spuren Antonios“ nach Italien gereist. Sie berichtet, dass auch heute noch viele der beschriebenen Orte aufzufinden seien. Schließlich stellt sie fest, dass Mori in seinem längsten Roman Jugend (Seinen, 1910–11) Figuren und Figurenkonstellationen aus Improvisatoren übernommen habe. Sie vermutet, der Grund für seine anhaltende Faszination und ausdauernde Arbeit an der Übersetzung könne Sehnsucht gewesen sein: zu einem Europa, in das er nie zurückkehren konnte, und zu der unglücklich geendeten Liebesbeziehung zu Elise in Berlin – denn die Figur „Annunziata“ erinnere an diese Person.

Um diese Elise, Moris mutmaßliche Geliebte in Berlin, dreht sich auch der Beitrag des Regisseurs Konno Tsutomu. Er zeichnet den ereignisreichen Recherche- und Erkenntnisprozess zu einem ungewöhnlichen Exponat der Tokyoter Mori-Ōgai-Gedenkstätte nach, dem er vor knapp 45 Jahren zum ersten Mal begegnet sei. Es handelt sich um eine kleine Metallplatte aus dem Nachlass, in der die Initialen des Literaten eingestanzt, aber auch in Handarbeit ein Muster aus Kreuzen eingraviert wurde.

Als gesichert gilt, dass eine deutsche Frau unmittelbar nach Moris Rückkehr in Tokyo ankam und etwa einen Monat blieb. Das Vorhandensein der Platte deutet Konno als Hinweis darauf, dass sie in der Absicht, eine Familie mit ihm zu gründen, gekommen sei. Konno fand heraus, dass die Kreuze eine Stickvorlage sind, mit der in europäischen Haushalten Taschentücher oder Unterwäsche bestickt wurden.

Schließlich galt es, die Kreuze zu deuten. M und R, als Initialen für „Mori Rintarō“, ließen sich leicht entziffern. Außerdem waren die Buchstaben W und B zu entdecken. Recherchen anderer Forscher identifizierten eine „Elise Wiegert“ unter den Passagieren der Schiffe, die im relevanten Zeitraum in Japan angelegt hatten. Zwischenzeitlich vermutete man hinter der Geliebten eine Frau mit dem Namen Anna Bertha Luise Wiegert, deren Namen erklärt hätte, warum ein „B“ im Stickmuster vorhanden war. Auch die anderen Initialen ließen sich finden, und nach einer Bestätigung vom Schifffahrtsmuseum in Bremen, dass eine Einreise unter Spitznamen (Elise statt Luise) durchaus möglich gewesen sei, schien das Rätsel gelöst. Doch 2003 identifizierte ein Forscher eine andere Person namens Elise Wiegert, die als Moris Geliebte in Frage kam. Konno steht dadurch erneut vor der Frage, wie das Stickmuster zu verstehen sei.

Nozaki Kan, Übersetzer und emeritierter Professor für französische Literatur der Universität Tokyo, berichtet von seinem Studium der mittelalterlichen französischen Literatur bei Yamada Jaku (Jacques), dem Sohn von Ōgais Tochter Mori Mari. Die Bewunderung für seinen fähigen und humorvollen Lehrer habe ihn inspiriert, sich auch mit dessen berühmten Großvater auseinanderzusetzen.

Die Versetzung des Militärmediziners nach Kokura im Jahr 1899 stellte in vieler Hinsicht einen Wendepunkt dar – unter anderem lernte der fast Vierzigjährige dort in seiner Freizeit Französisch. Ein Missionar, Pater Francois Bertrand (Société des Missions Etrangères de Paris, 1866–1940), gab ihm Unterricht, und mit großem Einsatz eignete sich Mori Sprachkenntnisse an, die in keiner Verbindung zu seiner offiziellen Arbeit standen.

Nozaki merkt an, dass zwar die Verbindung des Literaten zu Deutschland allgegenwärtig sei, jedoch nur wenige seine Beschäftigung mit Frankreich und der französischen Sprache eingehen – und das, obwohl seine späten literarischen Texte durch französische Wörter und Einflüsse geprägt sind. Er liest aus seinen Werken, dass das Französische Mori belebt und der Klang ihm Freude bereitet habe. So verwendet er beispielsweise in der umfangreichen Biographie des Edo-zeitlichen Arztes Shibue Chūsai (1805–1858) Katakana-Lehnwörter aus dem Französischen, obgleich man diese Sprache historisch betrachtet nicht erwarten würde. Auch eine Verbindung zwischen dem Roman Jugend (Seinen, 1910–11) und französischer Literatur deckt Nozaki auf: Die Hauptfigur beschreibt die darin vorkommende Reiko als „eine Frau wie Aude“. Gemeint ist die lebenslustige und aufbrausende Witwe dieses Namens in Camille Lemonniers Roman Die Liebe im Menschen (L'homme en amour, 1897).

Der Beitrag der Schriftstellerin Kyōko Nakajima widmet sich allein der Interpretation eines einzelnen Werkes: der Kurzgeschichte Der alte Mann und die alte Frau (Jīsan Bāsan, 1915), welcher eher selten Aufmerksamkeit zuteilwird.

Die dreiteilig gestaltete Erzählung basiert auf historisch belegten Figuren und beginnt mit einem noch unbenannten alten Paar, das, neu zusammengezogen, friedlich seinen Lebensabend verbringt. Im zweiten Teil erfährt man mehr zum Hintergrund: Die alte Frau, Run, war zum Zeitpunkt ihrer Hochzeit eine erfahrene Kammerzofe, ihr Mann Iori ein Samurai und Mitglied eines großen Wachbataillons. Run liebt Iori, doch beging er, als sie schwanger war, einen Mord aus Jähzorn und wurde aus Edo verbannt. Während man über sein Leben in der Provinz wenig erfährt, wird chronikartig erzählt, wie Run erneut als Zofe arbeitete. Nach der späten Begnadigung ihres Mannes können die beiden schließlich wieder zusammen in Edo leben und erhalten ein Geschenk als Anerkennung für ihre anhaltende Treue trotz der Trennung.

Nakajima tritt einer gängigen Interpretation entschieden entgegen. Demnach thematisiere die Geschichte die feudale weibliche Tugend, das Leben bedingungslos dem eigenen Ehemann zu widmen. Stattdessen bemerkt sie den erzählerischen Fokus auf Run: Anstatt neu zu heiraten oder ins Kloster zu gehen, wie in einer solchen Situation üblich, suchte sie sich eine gute Anstellung, die sie erfolgreich ausfüllte: Sie erreichte dabei sowohl einen hohen Rang als auch eine Pensionszahlung, mit der sie zwei Personen versorgen konnte. Der Schwerpunkt der Geschichte liege, so Nakajima, nicht auf der Treue Runs, sondern auf der Beschreibung ihres selbstbestimmten Lebens.

Ein interessanter Aspekt, den die Autorin unabhängig von der Geschichte herausarbeitet, betrifft Moris Behandlung seiner Figuren:

Der Schriftsteller Mori Ōgai ist grundsätzlich freundlich zu seinen Figuren. Er verurteilt sie nicht nach ethischen Gesichtspunkten. Selbst Hosokawa Tadatoshi in Das Haus Abe [Abe ichizoku, 1913] und sogar der mit Menschen handelnde Landvogt in Landvogt Sanshō [Sanshō dayū, 1915] sind so geschrieben, dass ein Mindestmaß an Verständnis vermittelt wird [und man denkt]: „Es gibt wohl auch solche Menschen.“ [Mori] verurteilt Iori also nicht, lobt er ihn aber auch nicht und ergreift nicht für ihn Partei.

Nakajima Kyōko, Mainichi shinbun 08. 08. 2021, Übers. Nora Bartels

Die Dramatikerein Nagai Ai, deren Stück Seltsame Geschichten von Mori Ōgai (Mori Ōgai no kaidan) 2014 preisgekrönt wurde, behandelt in der 30. Ausgabe der Artikelserie Moris schwierige Doppelrolle als Schriftsteller und höchster Militärmediziner. Einmal mehr geht es um seine Position, sein Verhalten und die Schriften, die im Zusammenhang mit der „Hochverrats-Affäre“ von 1910 stehen. Dazu gehört neben den von Takahashi Gen’ichirō in Folge 21 erwähnten So spielerisch leicht (Asobi, 1910) und Kantine (Shokudō, 1910) auch die Erzählung Der Turm des Schweigens (Chinmoku no tō, 1910).

Während spätestens nach dem Russisch-Japanischen Krieg (1904–5) Moris Kritik an der verschärften Unterdrückung freier Meinungsäußerung deutlich wurde, blieb seine gesellschaftliche Position von führenden Politikern abhängig, die diese Maßnahmen durchsetzen – namentlich vom mehrfachen Heeres- und Premierminister Yamagata Aritomo, einem Förderer seiner Karriere. Die Verfolgung gipfelte 1910 in der Festnahme von 26 Personen mit sozialistischem oder anarchistischem Hintergrund, denen angelastet wurde, den japanischen Kaiser ermorden zu wollen.

Anhand von Tagebuchaufzeichnungen zeigt Nagai auf, dass Mori sich im Vorfeld der Prozesse mehrfach mit Hiraide Shū traf, der sich als Strafverteidiger für zwei der Angeklagten einsetzte – darunter der Sozialist Kōtoku Shūsui, nach dem die Hochverrats-Affäre auch „Kōtoku-Vorfall“ genannt wird. Es ist davon auszugehen, dass Hiraide sich bei den Treffen über die neuen Gedankenströmungen informierte und seine Verteidigungsstrategie beriet. Im gleichen Zeitraum jedoch wurde Mori auf Einladung Mitglied der Eishaku-Gruppe, einer geheimen Vereinigung führender Regierungsvertreter und Akademiker um Yamagata Aritomo, bei deren Treffen die Bekämpfung des Sozialismus und möglicherweise auch die geplanten Urteile in der „Hochverrats-Affäre“ behandelt worden sein dürften.

Nagai interpretiert den Turm des Schweigens als scharfe Kritik an allen, die Sprache und Gedanken unterdrücken wollen – und sieht darin Moris einzige Möglichkeit, seine Gedanken zum Thema öffentlich zu äußern. Es wird darin die Welt der „Parsen“ beschrieben, die Mitglieder ihrer Gemeinschaft töten, wenn sie „gefährliche Bücher“ (naturalistische und sozialistische) lesen. Deren Leichen werden in einer unheimlichen Szene in den Turm des Schweigens transportiert. Im wenig später erschienenen Text Kantine sieht Nagai einen Strategiewechsel Moris. Da er erkannt habe, dass er durch direkte Kritik niemanden retten könne, lässt er sein „Alter Ego“ Kimura mit der Aussage schließen, dass die Verfolgung der Andersdenkenden im Zusammenhang der Hochverrats-Affäre letztlich deren Propaganda zuträglich sei.

Sie schließt ihren Aufsatz mit dem Hinweis, dass Kōtoku Shūsui im Gefängnis in einem Brief an seinen Strafverteidiger Hiraide anerkennend über diese Erzählungen geschrieben habe, sie enthielten tiefes Wissen um Mensch und Gesellschaft.

Zitierhinweis - Nora Bartels: “Mori Ōgai im Licht der Gegenwart. Folgen 25-30 des Feature der Tages­zeitung Mainichi (April 2021 – September 2021)”, Digitales Ogai Portal, hg. v. Harald Salomon. Mori-Ōgai-Gedenkstätte der Humboldt-Universität zu Berlin. 11. Februar 2026. https://www.ogai.hu-berlin.de/bildung-mainichi_5.html

Übersicht der Artikel April 2021 – September 2021

(25) Kurokawa Sō 黒川創 [Schriftsteller]
“‘Eiseigaku’ no nimensei: ‘Kateijin’ ni hizomu aku no kehai”「衛生学」の二面性:「家庭人」に 潜む悪の気配 (Dualität der “Hygienewissenschaft”: Der Hauch des Bösen im “Familienmenschen” [Ōgai]), Mainichi shinbun 毎日新聞 (Mainichi-Tageszeitung), 11. April 2021.
Behandelte Werke: Casuistica (Kazuisuchika, 1911).

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(26) Mori Mayumi 森まゆみ [Schriftstellerin]
“Koibito no omokage, utahime ni kasane: Bungotai no koga ni you” 恋人の面影、歌姫に重ね:文語体の古雅に酔う(Das Gesicht der Geliebten, überlagert von einer Sängerin: Genuss der klassischen Anmut des altjapanischen Schreibstils), Mainichi shinbun 毎日新聞 (Mainichi-Tageszeitung), 9. Mai 2021.
Behandelte Werke: Der Improvisator (Sokkyō shijin, 18921901).

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(27) Konno Tsutomu 今野勉 [TV-Regisseur]
“83 ko no ‘x’ donna omoide: Monoguramu no nazo” 83個の「x」どんな思い出:モノグラムの謎 (Welche Erinnerungen erwecken die 83 “x”?: Rätsel um ein Monogram), Mainichi shinbun 毎日新聞 (Mainichi-Tageszeitung), 13. Juni 2021.
Behandelte Werke: Die Tänzerin (Maihime, 1890), Im Umbau (Fushinchū, 1910).

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(28) Nozaki Kan 野崎歓 [Literaturwissenschaftler und Übersetzer]
“Seishin shigekishi sakuhin ni ibuki: Furansu shumi” 精神刺激し作品に息吹:フランス趣味 (Geistig stimulierende Werke mit Flair: Französischer Einschlag), Mainichi shinbun 毎日新聞 (Mainichi-Tageszeitung), 11. Juli 2021.
Behandelte Werke: Shibue Chūsai (Shibue Chūsai, 1916), Jugend (Seinen, 191011).

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(29) Nakajima Kyōko 中島京子 [Schriftstellerin]
“Ishiteki na josei no kōfuku na ban’nen: Mizukara sentaku, shigoto mo koi mo” 意志的な女性の幸福な晩年: 自ら選択、仕事も恋も (Der glückliche Lebensabend einer willenstarken Frau: Selbstbestimmt in Beruf und Liebe), 毎日新聞 (Mainichi-Tageszeitung), 8. August 2021.
Behandelte Werke: Der alte Mann und die alte Frau (Jīsan bāsan, 1915).

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(30) Nagai Ai 永井愛 [Dramatikerin]
“Futatsu no zunō o ikiru kumon: ‘Daigyaku jiken’ meguru mujun” 二つの頭脳を生きる苦悶:「大逆事件」めぐる矛盾 (Die Qual, mit zwei Auffassungen zu leben: Widersprüche um die “Hochverratsaffäre”),  毎日新聞 (Mainichi-Tageszeitung), 12. September 2021.
Behandelte Werke: Der Turm des Schweigens (Chinmoku no tō, 1910), Kantine (Shokudō, 1910).